Rassehundezucht

Ein grosses Thema: Rassehund kontra Tierschutz

Als Tierfreund mit einem grossen Herz verstehe ich erstmal jede Überlegung und die finale Entscheidung. Denn ich gehe davon aus, dass die zukünftigen Besitzer sich ihrer Verantwortung bewusst sind. So verhält es sich i.d.R. bei den Interessenten für einen unsere Welpen. Hier vergehen oft Stunden, Tage und etliche Besuche finden statt, bis die Zukunft eines Welpen besiegelt wird. Klingt anstrengend – es ist doch nur ein Hund! Es stimmt beides. Jedoch handelt es sich bei uns keineswegs um ein Zufallsprodukt. Viel Vorarbeit, Selektion/Paarungsplanungen und einer grossen Blase an Beteiligten bedarf es dafür. Hinter diesen Grundlage, dann der Zeit, der Arbeit und nicht zu verachten der gesamten finanziellen Vorlagen, wächst dann etwas besonderes heran.
– Unsere Hunde-Welpen, die mir in die Hand geboren wurden,
– Hundekinder, die gross und kräftig werden und
– Charaktere entwickeln, wo jeder Experten-Tip sehr wertvoll sein kann.
Ich stehe vielen Welpenkäufern mit Rat und Tat noch nach vielen Jahren zur Verfügung.

Ein Hovawart aus kontrollierter Zucht

Einen Rassehund, einen Hovawart, zu bekommen, bedeutet einen i.d.R. gut sozialisierten Welpen in die Familie zu lassen, für die in der Prägezeit möglichst nur positive Situationen geschehen und gestärkt sowie Sozialkontakte bestenfalls unter Gleichaltrigen ausgedehnt werden sollten.
Für uns als Züchter, die die Elterntiere sorgfältig auswählen, ist es eine enorme Verantwortung, Aufwand und…nennen wir es…Vorschuss für die zuk. Halter. Daher ist es so toll, einen Welpen bei einem verantwortungsvollen Züchter zu erwerben: er prägt die Welpen, er tut in der Regel alles mögliche, um Ihnen den besten Start zu ermöglichen.

Zucht in schwierigen Zeiten bedeutet Rasseerhalt

Corona? Ja, wir haben uns getraut und sind trotz dem ersten sog. Lockdown zum Rüden siehe L-Wurf gefahren. Viele haben mit Fingern auf uns gezeigt, wie wir nur können. Keiner wusste, was das mit sich bringt – auch wir nicht! Heraus kam unser bisher größter Wurf von 10 Welpen einhergehend mit den meisten und gleichzeitig teils leider auch unmöglichsten Anfragen – ein nie dagewesener „run“ auf Haustiere ging damit einher! Was dies die Nerven der Rassezüchter strapazierte, ist mit keinem Wort zu beschreiben: wenn es denn kein Labrador werden wird. Dann halt ein Hovawart. Oder nächste Alternative: die Tierheime wurden leer!
Der letzte Punkt klingt erstmal gut. Nun sind sie aber wieder voll. Warum? Der kritische Leser darf einmal überlegen weshalb eigentlich? Was umtreibt diese Menschen in Ihrer Entscheidung?

Einfach…haben wir es uns noch nie gemacht

Aktuell sind wir in einer gegenteiligen Lage. Nach reiflich Überlegung bin ich zum Decken gefahren. In den sozialen Medien verfolge ich fragende Runden, warum überhaupt Rassehunde bei der schrecklichen Lage voller Tierheime und so etlichen Abgabefällen gezüchtet werden? Kontrollierte Bilanzen zeigen klar, dass die Welpenstärken/Würfe (in den organisierten und messbaren Rassezuchtvereinen) deutlich nachgelassen haben. Aber was hat sich denn verändert: der Mensch in seinen Ansichten? Lieber Urlaub als verantwortungsvoller Welpenbesitzer?
Würde es keine Rassewelpen dieser tollen Rasse mehr geben, würde unser Bestand schrumpfen. Was das für die Rassezuchtverbände bedeutet, möchte ich hier gar nicht ausbauen. Welche zentrale Aufgabe also ein kontrollierter Rassehundezüchter -wie wir es sind- trägt, hört man leider nicht.
Ich bin mir meiner Arbeit und meinem Herzblut für den Verein ziemlich bewusst.

Mehr Tierschutz im Ausland möglich oder nicht?

Mir geht es um das Tier und seine Merkmale. Da ich kritisch unterwegs bin, mache ich mir natürlich Gedanken um die NICHT organisierten Zuchten und auch über die Hunde, die aus anderen Ländern nach Deutschland gebracht und angeboten werden.
Inzwischen vermutlich ein Markt, der durch Mitleid funktioniert.
Wenn die meisten Tiere in der Heimat sterilisiert werden würden, könnten sie sich nicht mehr (stark) vermehren und in ihrem Umfeld bleiben.
Erst kürzlich habe ich folgendes aufgefunden, direkt fotografiert und mich mit den Verantwortlichen darüber unterhalten: Diese Hunde bleiben dort wo sie geboren wurden!

Werden die Rassehundzüchter wegen den nach D eingebrachten Hunden gezwungen, ihre ohnehin kontrollierte Zucht durch diese Einfuhren einschränken?

Ich bewerte als Tierfreund alle Tiere mit grossem Herzen aber manches trotzdem mit einem Fragezeichen und überlasse Euch das Nachdenken…

Heimkehr zu/nach „Papa“

Ungarn, wir kommen

Je nachdem, aus welchem Teil Deutschland man kommt, wird es mit dem Auto als Anreise doch schon weiter dorthin. Trotzdem hatten wir lange den Plan, das uns bisher noch unbekannte Land zu besuchen. Aber weshalb denn gerade Ungarn?

Nun, das liegt in einer Sache einige Jahre zurück begründet:
Anlässlich der Wurfplanung mit unserer blonden Gatia, trafen wir im Sommer 2018 an der Donau den  ungarischen, noch jungen und unerfahrenen Rüden mit seinen Besitzern. Aus der Blitz-Liebe zwischen den Hovawarten  entsprungen ist Anfang Oktober unsere KLASSIK „Kiki“.
Kiki`s Vater Pilisi Hajnal Alfa, Rufname „Bruno“ und lebte in Budapest, Ungarn. Leider ist er im Sommer 2020 viel zu früh verstorben.

Hundeausstellung Pàpa 2023

Als Kiki in der Blüte ihres Lebens stand, katapultierte Corona uns in mancherlei aufgezwungene Pausefunktionen, vieles wurde verschoben oder gar verworfen.

Anfang Mai 2023 aber war die Möglichkeit der Reise in das östliche Land gegeben, uns hier zusammen mit Kiki wiederzusehen und sie auf einer 3tägigen Ausstellung den Richtern zu zeigen. Was liegt näher, dies an einem Ort mit entsprechendem Namen zu tun: unglaublich aber wahr, gibt es in Ungarn die Stadt namens Pàpa, wo dann auch noch vom 5.-7.5. ein Ausstellungs-Wochenende angeboten wurde. Wenn das für uns kein Zeichen war zu melden?!

Als die Anmeldung getan war, sagten auch Bruno`s Besitzer zu, uns zu besuchen. Welch` eine Freude: das Wiedersehen in Ungarn mit gemeinsamen Nachkommen Kiki in der Stadt Papa und dem Wiedersehen lieber Freunde, den Papa-Besitzern!

Reihenweise Wiedersehen

Wir planten die Reise über den Neusiedler See und dem Treffen und Wiedersehen mit unserer Nachzucht Justin „Joey“ und Susanne. Joey zog bereits 2017 von uns direkt nach Wien und einige Zeit später dann raus aufs Land, wo er sich noch besser entfalten konnte mit und bei seiner Susanne.

Ein schöner Spaziergang und der Abend in einem Lokal im Biergarten rundete unsere gemeinsame Zeit ab. Es war ein schöner Abend mit unserem Hovawart-Pärchen direkt am Neusiedler See.
  

Tags darauf trafen wir zum ersten Showtag in Ungarn/Pàpa angekommen dann Szilvia & Mann mit Kiki`s wunderschönen, blonden Halbbruder, ebenso ein Bruno-Sohn, namens Rados. Auch samstags starteten wir zusammen und die Richter waren bei der Menge an Meldungen mehr als ungewohnt fix mit ihren urteilen.

Sonntags, dem letzten Show-Tag, trafen wir in Papa dann endlich auch die Papa-Besitzer. Mit ihrem kleinen Blonden zusammen erreichten sie tags zuvor die Begleithundeprüfung beim Boxer Club.

Auf der Schau erreichte die Nachzucht Maxton ein vorzüglich 1, CAC, Res.Cacib!
Hier vor dem Verabschieden gemeinsam mit Kiki am Brunnen in Pàpa posen 🙂

Wie schön war es, Freundschaften vertieft, neue Bekanntschaften geknüpft zu haben und last but not least endlich auch einmal die Quelle, nämlich Bruno`s Züchteren Hajni persönlich kennengelernt zu haben. Es war so ein strahlend schönes Wochenende mit wirklich tollen Erlebnissen!

Ungarischer Show Champion

Last but not least konnte sonntags Kiki`s neuer Champion Titel vor Ort in Pàpa zusammen mit ihrem „Papa im Herzen“ homologiert werden.

Wir sind glücklich und stolz darauf und ein Kreis schliesst sich.
Danke für alle netten Begegnungen!

 

UTILITY SEARCH in France mit Milva

Recherche Utilitaire, Klasse 1:
1100 Meter, 5 Objekte mit 2 Stunden Liege/-Wartezeit

MILVA „SÈV“ – EIN ECHTER ARBEITSHUND

Sie praktiziert eine von der französischen Central Canine Society anerkannte Disziplin: UTILITY SEARCH original RECHERCHE UTILITAIRE.
Es geht darum, vermisste Personen zu finden und ist dem Mantrailing ähnlich, also das. was ihre Schwester MASHA auch hier in D mit Wolfgang erfolgreich betreibt.
(Das Mantrailing existiert auch in Frankreich, wird aber von der Société Centrale Canine leider nicht anerkannt)

RECHERCHE UTILITAIRE UND DER ABLAUF

Die UTILITY SEARCH besteht aus der Suche nach einer vermissten Person und
4 oder 5 verlorenen Gegenständen, die der vermissten Person gehören.

Diese Disziplin hat mehrere Stufen: Basis, Klasse 1, Klasse 2 und Klasse 3.
Es gibt einen Großen Preis von Frankreich für die Klasse 2 (den hat Milva`s Beatrice dieses Jahr in ihrem Verein organisiert) und einen Pokal von Frankreich für
die Klasse 3.

Die Basis besteht aus 900 Metern Länge (mit 4 Objekten) und einer Wartezeit bis zur Suche von 1,5 Std.
Die Klasse 1 besteht aus1100 Metern Länge (mit 5 Objekten) und einer Wartezeit bis zur Suche von 2 Stunden.
Die Klasse 2 besteht aus 1500 Metern Länge (mit 5 Objekten) und einer Wartezeit bis zur Suche von 3 Stunden. Hier beginnt auch die städtische Suche.
Die Klasse 3 besteht aus 2000 Metern Länge (mit 5 Objekten) und einer Wartezeit bis zur Suche von 4 Stunden. Hier kommen noch mehr Menschen ins Spiel.

Bei der Suche muss der Hund mindestens 5 Meter Abstand zu seinem Halter einhalten, welcher durch suchen (wie bei der französischen/klassischen Fährtensuche) oder aber auch mit der hohen Nase. Ein guter Suchhund macht hier beides! Außer dem Grand Prix und dem French Cup gibt es hier keine Wettkämpfe.

Es gibt einen Richter, einen Stuart und eine Gruppe von Leuten, die verfolgen, was getan wird. Die Hunde müssen mindestens 2x Exzellent in ihrer Klasse unter verschiedenen Richtern erreichen, um in die nächst höhere Klasse aufzusteigen.

MIT 20 MONATEN UND VORZÜGLICHER NASE in KLASSE 1

Für diese Arbeiten fährt Beatrice mit ihrer MILVA durch ganz Frankreich: unterschiedliche Bodengerüche und wechselnde Vegetation bieten reichlich Abwechslung.

Ihre Besitzerin lobt das noch sehr junge Alter von MILVA. Mit gerade 20 Monaten sei sie kürzlich in die nächste Stufe, nämlich für die Klasse 2 zugelassen worden. Die Hündin hat eine ausgezeichnete Ausgangsposition: mit insgesamt 3 Prüfungen in der Klasse 1 wurden ihr davon 2 mit vorzüglich vergeben. Schon so jung konnte sie dieses Niveau erreichen. MILVA lernt schnell und gut. Sie möchte arbeiten und das tut sie gerne und freiwillig. Beatrice beschreibt sie dabei als fröhlich, intelligent und sehr kämpferisch. Auch sei sie erfinderisch, nämlich dann, wenn die Halterin selbst nichts mehr versteht. Die junge Hovawart-Lady wiegt derzeit 29 kg. Selbst unter Ablenkung vergisst sie nie ihre Arbeit. MILVA beschreibt sie als schüchtern und aufmerksam.

Die Klassen 2 und 3 sind natürlich schwieriger, insbesondere Klasse 3 (Milva`s Golden Retriever Freundin Noée ist in Klasse 3 und der erste Golden Retriever, der in dieser Disziplin in Frankreich auf dieser Stufe erreicht hat). Dieses beste Vorbild teilt das Leben mit Sev (Milva) und ist das beste Beispiel für die junge Blondine, um selbst dorthin zu gelangen 🙂 Bald steht sie vor der nächsten Herausforderung, der Klasse 2. Momentan befindet sich MILVA in ihrer vollen Entwicklung.

EINE BEMERKENSWERTE LEISTUNG, EINER AUSSERGEWÖHNLICHEN HÜNDIN

So beschreibt sie Beatrice. MILVA ist auch ein toller Familienhund und wird als sehr präsent, verschmust, diebisch, natürlich auch als echte Hovawart-Hündin und last but not least als Hüterin des Hauses beschrieben.

Wir freuen uns sehr über die ausführliche Beschreibung dieser speziellen Prüfungsart und last but not least die liebevollen Worte von Beatrice. Sie stünden sich sehr nahe und sind sich verbunden. Sie meint, vielleicht zu sehr.

Mystical Milva vom Wildweibchenstein, wie ihr Name von Geburt an lautet, trägt eben nicht ganz umsonst diesen Namen 😉

Übrigens beginnen Hovawarte, nun auch in dieser Disziplin vertreten zu sein:
ungefähr zehn seien ihr in Frankreich bekannt.

Wen wunderts:
Die ausgesprochen gute Nase ist unserer jahrzehntelangen favourisierten Hunderasse nunmal eigen. Wir würden uns insbesondere daher freuen, wenn unsere zukünftigen Welpen ähnlich tolle Aufgaben bekommen werden 🙂

Rückblick der Zucht 2022 – Kiki`s N-Wurf

Man könnte meinen, eigentlich hat sich das gesamte Jahr um nichts anderes gedreht:

Theoretische Paarungsplanungen, Gespräche, viele Erinnerungen und das Warten…

So sehr zäh und langatmig sich die Suche nach dem passenden Rüden für unsere Kiki, erstmals Mutter in Spe, gestaltete, so gesund, problemlos und instinktsicher verliefen Monate später der Besuch des Auserwählten, die anschliessende Trächtigkeit und final Kiki`s Geburt von neun gesunden Welpen!
Unglaublich stolz sind wir auf Kiki`s muntere Kinderschar als auch ihre hingebungsvolle Mutterschaft – ähnlich ihrer Vorfahren.

Das Wochenbett

Die ersten drei Wochen ging sie völlig auf in ihrer neuen Aufgabe; wir waren beschäftigt damit, die junge Mutter entsprechend zu füttern, sauber zu halten wegen des leidigen Wochenflusses als auch die Gewichte und Gesundheit der jungen Nachzucht zu kontrollieren: schnell reagierten deren Organe neu auf die unmittelbare Umwelt und die Welpenschar wurde mit geöffneten Ohren und Augen deutlich mobiler. Das erste Zufüttern zeigte bereits Unterschiede im Verhalten mit dem Genuss von Welpenmilch. Wir haben hierfür Ziegenmilch verwendet. Die Umgebung mit Ihrem ersten erweiterten Auslauf wurde neugierig inspiziert, ein Welpenklo wurde eingerichtet, was zur Freude der Züchterin fast selbstständig angenommen wurde.

Anfragen, Interessenten und Besuche

Nach einigen Besuchen draussen im hauseigenen Terrain, folgte der komplikationslose Umzug des Wurfes und ihrer Mommies ins Aussengelände: ein Welpenraum mit diversen Möglichkeiten zum Austoben für die wachsende Mannschaft step by step. Auch folgten nun erste Besuche und bewusstes Kennenlernen von fremden Personen: da Kiki`s Hovawart-Wurf mitten in die BaWü und bayerischen Sommerferien fiel, war die Nachfrage verhalten.
Wir vermuten ausserdem grosse Auswirkungen nach den leidvollen Corona-Zeiten: die Bevölkerung war ausgehungert nach möglich gewordenen Urlauben, die schon öfter aufgeschoben wurden, dem Reisen in fremde Länder überhaupt. Dies zeichnete sich durch häufige Fragen aus; „geben sie die Hunde auch erst dann und dann ab?“.
Grundsätzlich waren aber viele Haushalte durch Anschaffung von Haustieren aller Art während den Corona-home-office-Zeiten bereits „befriedigt“. In erster Linie wohl mit Hunden, da hiermit der Freilauf während der Lock downs nicht nur nötig sondern den Besitzern auch möglich gemacht wurde.
Als dritte nicht zu verachtende und nie dagewesenen, daher überraschenden Zurückhaltung von Welpen-Bewerbern, vermuten wir die Inflation und Unsicherheit infolge der jüngsten Kriegsgeschehnisse.

Ende gut, alles gut

Letztendlich haben alle wunderbaren Welpen ihren Platz gefunden. Wir hoffen, dass unsere liebevoll aufgezogenen, begleiteten und geherzten Welpen auch einen primaPlatz in ihren Familien gefunden und sich eingelebt haben. Nicht nur das: ein Hovawart fordert Beschäftigung, Bewegung und Aktivität. Wir sagen immer, ein Hovawart ist kein Hund für Langweiler. Es ist schliesslich eine anerkannte deutsche Gebrauchshunderasse und bleibt diese auch. Fehlen ihm tägliche Aufgaben, sucht er sich seine eigenen Beschäftigungen und man sollte sich nicht wundern, wenn Möbel, Schuhe etc. PP zweckentfremdet werden und das Leben zuhause leidet – denn dann leidet der Hund! Alleine ein Gesellschafter ist diese Rasse nicht und auch das gemeinsame (Zerr-)Spiel ist wichtig für die Bindung. Ebenso bietet das Spiel und das bewusste Heranführen an ungewohnte Situationen (nicht meiden, weil es unbequem ist oder dem Hund nichts bringen könnte) das Wachsen am gegenseitigen Vertrauen. Weiterhin sind verschiedenste Umweltreize, ob akustisch oder optisch, eine prima Vorbereitung für die bevorstehende Nachzuchtbeurteilung.
Vergessen darf man niemals, dass unsere jungen Hunde auch in die Pubertät kommen und vieles von heute auf morgen für sie anders erscheint – dies kann sich mit Unsicherheit, Ausweichen, oder aber rüpelhaftem Verhalten, territorialen Einflüssen, verändertem Spielverhalten mit Artgenossen und, und, und äussern. Gebt Eurem Hund Sicherheit, kommuniziert mit ihm, belohnt ihn zur richtigen Zeit mit Spiel oder Futter, gebt ihm Sicherheit ohne ihn selbstsicher werden zu lassen.

Die Nachzuchtbeurteilung

Die Welpen sollten daher am besten von klein an kennenlernen, dass sie von fremden Menschen angefasst werden. Je verschiedener diese im Auftreten sind (gross, klein, männlich, weiblich, Kind oder Teenager, Erwachsen und Älter, dick und dünn, Raucher oder besser nicht), desto besser und lehrreicher für den Hund. Wie wäre es mit Weihnachtsmarkt-Besuch? Rein in den Trubel – nicht meiden!
Immer mal sollten Personen dann Rute abtasten, beim Rüden die Hoden fühlen, ggf. den Fütterungszustand an den Rippen fühlen. Bei ihrer ersten Nachzuchtprüfung werden die jungen Hunde per Körmass gemessen, mittels Massband das Röhrbein gemessen, als auch ihr Gebiss mittels Zahnkontrolle geprüft. Daneben erleben sie einen Parcour durch Spiel des Besitzers als auch einer Fremdperson mit dem Junghund, optische Einflüssen durch eine menschengrosse Puppe sowie weitere akustische Einflüssen, wo die Hunde selbstständig oder zuletzt mithilfe ihrer Besitzer sich heranführen lassen sollten. Dies alles in Summe kann ein gut sozialisierter Hund mit guter Bindung, regelmässigen Spieleinheiten und abwechslungsreichen Ausflügen sowie Begegnungen mit unterschiedlichsten Menschen, wunderbar meistern.

Viel Spass beim gemeinsamen Spass, wir sind immer für Euch und Eure Rückfragen da! Wir wünschen allen Lesern eine aktive Vorweihnachtszeit 🙂

Fährten-Workshop 1./2.10.2022

Langes Wochenende, was ist der Plan?

Zwei-Tages Fährten-Workshop!

Der Oktober startete für einige Hundesportler mit dem Fährten-Seminar in Theorie und Praxis bei den Hovawartfreunden Rhein-Main. Mit jeder Menge Input von Jörg, Daniela und Andreas am Samstag Vormittag vermittelt, starteten wir mittags auf einer nahen Wiese in die Praxis. Der Wechsel des Wetters von Regen über Sonne hin zu Dauerregen am Sonntag, irritierte keinen unserer vierbeinigen, hübschen Hauptdarsteller: unsere Hovawarte.

Details und das Eingemachte

Vom Anfänger bis hin zum ‚alten Hasen‘ beugten sich die Teilnehmer den kritischen Hinweisen der Trainerschaft: Fehler der Hunde, oft ausgelöst durch Hundeführerfehler, waren gespickt mit witzigen Kommentaren. Grund zum Lachen gab es jedenfalls immer und überall – wenn auch übers eigene Verhalten. Sonntags kam uns allen dann schon viel mehr Lob zu Ohren ;o) Phantasievoll waren auch die optischen Hilfen einzelner Teilnehmer gestaltet: mit diesen wurde auf den eigens gelegten (aber meist sichtbaren) Winkel hilfreich hingewiesen. Bunte, gekräuselte Geschenk-, Baustellen-, Absperr- und „Vorsicht Stromkabel“-Bänder (individuell und offensichtlich nach dem jeweiligen Haushalts-Vorrat ausgewählt) zierten anschliessend ihre Fährte. Selbstverständlich wurden alle während des Absuchens kameradschaftlich wieder eingesammelt!

Gleichzeitig sorgte Christina mit ihrer mobilen Versorgungsstation für Gaumenfreuden „for to go“: u.a. bei Dauerregen und weit ab vom Vereinsheim, das war gar kein leichtes Unterfangen. Es fehlte so tatsächlich keinem aber auch annähernd an irgendetwas!

Resümee`s

Resümee des Ausbilder-Teams:
Alle Hunde haben ausdauernd mitgemacht und schöne, gesteigerte Lernerfolge gezeigt.

Resümee der Teilnehmer:
Es hat sehr viel Spass gemacht mit Vorfreude aufs nächste gemeinschaftliche Fährten.

Fazit:
Jede(r) Teilnehmer(in) hat sich nach seinen Fähigkeiten und Möglichkeiten eingebracht. Und das macht die Gemeinschaft und ein Vereinsleben insbesondere in jetztigen, schwierigen Zeiten doch aus!

Die Teilnehmer

Frank – Anton, Peter – Ivy, Nicole – Aari, Thomas – Elvis, Anette – Lexa, Bernd – Jubilee „Lucy“ & Amelie, Jule – Lotta & Rüdiger, Matias – Quintus, Juliana – Ennok, Anja – Klassik „Kiki“, Lauren – Bubbles, Claudia – Nordstar (Welpe)

Es war eine tolle wiederholenswerte Zeit und Ziele stehen!
Für die Hovawartfreunde Rhein-Main,
Eure Teilnehmerin Hovi-Anja

Ein Jubiläum: 25 Jahre WWS – 100 Jahre Hovawart

100 Jahre Hovawart –
25 Jahre Hovawartzucht vom WWS

Wir freuen uns riesig, in diesem bedeutenden Jahr für unsere anerkannte, deutsche Gebrauchshunderasse, den Hovawart, unseren N-Wurf WWS in 2 Wochen zu begrüssen! Die Eltern sind der substanzvolle und triebstarke, schwarzmarkenfarbene Rüde Ultimo von Arminius und unsere schwarzmarkenfarbene Nachzuchthündin Klassik vom WWS.

Nachwuchs im Jubiläumsjahr

Die werdende Mutter Kiki ist bereits in der 7. Woche ihrer Trächtigkeit (rechts oben) und man sieht und merkt ihr diese schon lange an: Die Wurfkiste steht nun auch und was uns besonders freut: Kiki findet diese klasse! Gestern hat sie sich selbstständig, interessiert und schweifwedelnd darin umgesehen. Vor allem aber hat sie alle Ritzen und Ecken abgeschnüffelt – ihre Lieblingsdisziplin! Alles wird sehr intensiv mit dem Geruchssinn eingeschätzt, wie bei so vielen Nachzuchthunden aus unserer Linie auch, ist dieser bei der Rasse wahnsinnig gut ausgebildet.


Im Wesen wurde unsere junge Championesse eher ruhig und zurückhaltend im Spiel. Daher haben wir die Hundeplatzarbeit frühzeitig einstellen müssen: die langjährige Erfahrung hat uns viel gelehrt. Auch den jeweiligen Hund (alle sind anders!) und sein Verhalten zu lesen, zu vertrauen und besser zu verstehen. Kiki`s Lieblingsdisziplin, das Fährten, ist aktuell aufgrund der Leg- & Setzzeit unserer Wildtiere und dem hohen Gras um uns herum leider sowieso nicht möglich.

Its Showtime –
die WWS-Aussteller & mehr

 

Kommenden Sonntag findet die 100jährige Ausstellung als Gemeinschaftsprojekt der drei VDH-Hovawart-Mitgliedsvereinen statt:
unserem Zuchtverein, der gleichzeitig der grösste in Deutschland ist, der Rassezuchtverein für Hovawarthunde e,V, (kurz RZV), der Hovawartzuchtgemeinschaft Deutschland (HZD) als auch dem Hovawartclub Goslar (HC).
Wir freuen uns sehr darüber, dass sich folgende Hunde unserer Nachzucht angemeldet haben. (Zur Deckrüdenschau starten Kosta und Kronos)
Stolz werden sonntags präsentiert:

JAMES – KOSTA – KRONOS – LEOPOLD – LEXUS und Mighty MAGALIE

Ebenso startet der Deckrüde unseres erwarteten N-Wurfes: Ultimo in Fulda durch:

Welpen-Interessenten können diesen gerne life und vor Ort bewundern.

Tag des Hundes

Wir wünschen den Hunden einen -trotz der hohen Meldezahlen- entspannten Tag und einem dem Tierwohl entsprechenden Tagesablauf! Mit schattenspendenden Zelten, ausreichend Wasser und Kühlmatten sowie Spaziergängen in dieser wunderschönen Kulisse steht der Vierbeiner im Vordergrund: es ist schliesslich Tag des Hundes!

25 Jahre WWS

Zum kleinen, eigenen Jubiläum von 25 Jahren Hovawartzucht vom Wildweibchenstein möchten wir uns für das Vertrauen aller unserer Welpenkäufer bedanken und dass Ihr Euren Hunden das allerbeste zuhause bietet Wie bisher stehen wir Euch mit Rat und Tat zur Seite!

 

Gesundheit und Glück wünschen wir auf allen Euren Wegen,
das Team WWS

Vom Zweibeiner an Zweibeiner

Quote

Zu Fuss mit uns unterwegs

Da bisher die Gelegenheiten zum Kennenlernen leider nur eingeschränkt möglich waren, haben wir uns durch die aktuellen Lockerungen –siehe unten- etwas überlegt.

In der Pressekonferenz am Dienstag verkündete der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann die neuen Beschlüsse. Für private Veranstaltungen gelten ab dem 1. Juni folgende Regeln:
In geschlossenen Räumen dürfen private Treffen mit bis zu 10 Personen, im Freien mit maximal 20 Personen, stattfinden.

Für ein unverbindliches Kennenlernen der Interessenten möchten wir ein Treffen anbieten. Dies gilt für Familien, welche sich bis Samstag 30. Mai bei uns um einen Welpen beworben haben.

Wichtig: Bitte per Email bei uns zurückmelden mit wievielen Personen Interesse besteht. Dann bestätige ich Teilnahme und Startpunkt..

Wir freuen uns darauf, samstags, 6.6.2020 einige Familien kennen zu lernen.
Bis dahin eine gute Anreise mit schönem Wetter 😉Gatia
Das Bild mit unserer Gatia ist bei der schönsten Wanderung im Kleinarl-Tal genau vor
1 Jahr am Tappenkarsee entstanden.

Diese prächtigen, hohen Berge haben wir hier nicht. Dafür bietet unsere Umgebung wunderbare Touren in den Mittelgebirgen Spessart und den Odenwald an. Ebenso reizvoll ist unsere Maintal-Lage und ab Wertheim-Stadt die Nähe zum Fluss „Tauber“.

Schöne Grüße vom WWS-Team