Züchterportrait

Hervorgehoben

Unsere Zuchtziele sind

Freundliche, temperamentvolle, dem Rassestandard möglichst nahe Rassevertreter zu züchten. Dass uns Gesundheit wichtig ist, erwähne ich nicht extra – dies hat immer Priorität.
Allerlei notwendige züchterische Voruntersuchungen sind obligatorisch und bilden die Ebene einer kontrollierten, sorgfältigen Rassehundezucht wie wir sie seit 1997 betreiben.
Die bekannten Rasseeigenschaften des Hovawarts -wachsam, Arbeitswille und familienbezogen- sollten erhalten bleiben. Optisch sind uns gut proportionierte, pigmentierte, langhaarige und offene, freundliche und möglichst langlebige Rassehunde wichtig.

Verantwortungsvolle Zuchtpraktiken

Darunter verstehen wir frühzeitige Sozialisierung der Welpen mit diversen Umweltreizen sowie optischen und akustischen Eindrücken. Selbstverständlich sind bei uns Staubsaugen, später auch Rasenmähen, schon zu Beginn an Radiogeräusche, ab 6 Wochen Autofahren verbunden mit Ausflügen an den nahen Fluss Main oder unseren Badesee usw. Auch sind wir ein Programmpunkt des örtlichen Kindergartens: sofern es die Eltern erlauben, dürfen uns und die Welpen im Alter von etwa 4-5 Wochen mit den Aufsichtspersonen gerne besuchen kommen. So gibt es für die Kinder ein highlight der anderen Art als auch profitieren die Welpen der eingestimmten, kindlichen Besucher.
Uns sind körpernahe Kuschelrunden und Stunden, meist in der Früh oder am Abend Teil des Aufwachsen und werden persönlich von uns in ihr Bett gebracht 🙂

Während dieser Zeit gibt es tierärztliche Gesundheitskontrollen als auch 3malige obligatorische Besuche unserer autorisierten, geschulten Zuchtwarte. Ein wunderbar eingestimmtes Team, das bei uns immer herzlich willkommen ist.
Ab einem Alter von 8 Wochen ist in der Regel der geeignete Abgabezeitpunkt, denn jeder einzelne Welpe im Wurf hat durch seine bis dahin geistige und körperliche Reife den Anspruch, einzeln gefördert zu werden. Dies geschieht als erstes in seiner neuen Umgebung, wo er sich zunächst 1-2 Wochen an seine Familie, später den Nachbarn und Freunden eingewöhnen darf. Danach wäre dann der nächste Schritt einer erfahrenen Welpenschule, die man sich vorher am besten „trocken“, also ohne Hund, anschauen sollte.
Gemeinsames, (zeitlich) kontrolliertes Spiel, verbunden mit Aufgaben in der Gerätearbeit sowie Kommandos, stehen hier im Kurs. Um dies beiderseits gut ausführen zu können, ist die Bindung an die neue Person(en)(zuhause unumgänglich.

Züchterische Expertise

Wir stehen mit Beratung und Unterstützung ein Hundeleben lang als Ansprechpartner zur Verfügung. Schliesslich züchten wir mit viel Herz für Liebhaber (und die, die es werden wollen) dieser fantastischen Hunderasse und sind nicht auf Masse bedacht.
Viele praktische Erfahrung ist durch die jahrelange Hobbyzucht als auch fortlaufende Fortbildungen und Seminare vorhanden. Schon immer an der Psychologie interessiert, wollte ich 2024 mehr über die  wissen und setzte ein Studium der Tierpsychologie obendrauf.
So bin ich in der Anschaffungsberatung als auch verhaltensbiologischen Beratung von Haustieren, wie Hund, Katze, Nager und Pferde geschult.
Auf alle Fragen haben wir nicht immer sofort Antworten. Wir bemühen uns allerdings diese zu finden. Daher sind uns auch frühzeitige Gespräche mit den Interessenten für beide Seiten sehr wichtig. Gerne nehmen wir Voranmeldungen für Welpen an.

Auf ein wunderbares neues Hundejahr voller Abenteuer in 2026,
Eure Hovawarte vom Wildweibchenstein im idyllischen Maintal

Rassehundezucht

Ein grosses Thema: Rassehund kontra Tierschutz

Als Tierfreund mit einem grossen Herz verstehe ich erstmal jede Überlegung und die finale Entscheidung. Denn ich gehe davon aus, dass die zukünftigen Besitzer sich ihrer Verantwortung bewusst sind. So verhält es sich i.d.R. bei den Interessenten für einen unsere Welpen. Hier vergehen oft Stunden, Tage und etliche Besuche finden statt, bis die Zukunft eines Welpen besiegelt wird. Klingt anstrengend – es ist doch nur ein Hund! Es stimmt beides. Jedoch handelt es sich bei uns keineswegs um ein Zufallsprodukt. Viel Vorarbeit, Selektion/Paarungsplanungen und einer grossen Blase an Beteiligten bedarf es dafür. Hinter diesen Grundlage, dann der Zeit, der Arbeit und nicht zu verachten der gesamten finanziellen Vorlagen, wächst dann etwas besonderes heran.
– Unsere Hunde-Welpen, die mir in die Hand geboren wurden,
– Hundekinder, die gross und kräftig werden und
– Charaktere entwickeln, wo jeder Experten-Tip sehr wertvoll sein kann.
Ich stehe vielen Welpenkäufern mit Rat und Tat noch nach vielen Jahren zur Verfügung.

Ein Hovawart aus kontrollierter Zucht

Einen Rassehund, einen Hovawart, zu bekommen, bedeutet einen i.d.R. gut sozialisierten Welpen in die Familie zu lassen, für die in der Prägezeit möglichst nur positive Situationen geschehen und gestärkt sowie Sozialkontakte bestenfalls unter Gleichaltrigen ausgedehnt werden sollten.
Für uns als Züchter, die die Elterntiere sorgfältig auswählen, ist es eine enorme Verantwortung, Aufwand und…nennen wir es…Vorschuss für die zuk. Halter. Daher ist es so toll, einen Welpen bei einem verantwortungsvollen Züchter zu erwerben: er prägt die Welpen, er tut in der Regel alles mögliche, um Ihnen den besten Start zu ermöglichen.

Zucht in schwierigen Zeiten bedeutet Rasseerhalt

Corona? Ja, wir haben uns getraut und sind trotz dem ersten sog. Lockdown zum Rüden siehe L-Wurf gefahren. Viele haben mit Fingern auf uns gezeigt, wie wir nur können. Keiner wusste, was das mit sich bringt – auch wir nicht! Heraus kam unser bisher größter Wurf von 10 Welpen einhergehend mit den meisten und gleichzeitig teils leider auch unmöglichsten Anfragen – ein nie dagewesener „run“ auf Haustiere ging damit einher! Was dies die Nerven der Rassezüchter strapazierte, ist mit keinem Wort zu beschreiben: wenn es denn kein Labrador werden wird. Dann halt ein Hovawart. Oder nächste Alternative: die Tierheime wurden leer!
Der letzte Punkt klingt erstmal gut. Nun sind sie aber wieder voll. Warum? Der kritische Leser darf einmal überlegen weshalb eigentlich? Was umtreibt diese Menschen in Ihrer Entscheidung?

Einfach…haben wir es uns noch nie gemacht

Aktuell sind wir in einer gegenteiligen Lage. Nach reiflich Überlegung bin ich zum Decken gefahren. In den sozialen Medien verfolge ich fragende Runden, warum überhaupt Rassehunde bei der schrecklichen Lage voller Tierheime und so etlichen Abgabefällen gezüchtet werden? Kontrollierte Bilanzen zeigen klar, dass die Welpenstärken/Würfe (in den organisierten und messbaren Rassezuchtvereinen) deutlich nachgelassen haben. Aber was hat sich denn verändert: der Mensch in seinen Ansichten? Lieber Urlaub als verantwortungsvoller Welpenbesitzer?
Würde es keine Rassewelpen dieser tollen Rasse mehr geben, würde unser Bestand schrumpfen. Was das für die Rassezuchtverbände bedeutet, möchte ich hier gar nicht ausbauen. Welche zentrale Aufgabe also ein kontrollierter Rassehundezüchter -wie wir es sind- trägt, hört man leider nicht.
Ich bin mir meiner Arbeit und meinem Herzblut für den Verein ziemlich bewusst.

Mehr Tierschutz im Ausland möglich oder nicht?

Mir geht es um das Tier und seine Merkmale. Da ich kritisch unterwegs bin, mache ich mir natürlich Gedanken um die NICHT organisierten Zuchten und auch über die Hunde, die aus anderen Ländern nach Deutschland gebracht und angeboten werden.
Inzwischen vermutlich ein Markt, der durch Mitleid funktioniert.
Wenn die meisten Tiere in der Heimat sterilisiert werden würden, könnten sie sich nicht mehr (stark) vermehren und in ihrem Umfeld bleiben.
Erst kürzlich habe ich folgendes aufgefunden, direkt fotografiert und mich mit den Verantwortlichen darüber unterhalten: Diese Hunde bleiben dort wo sie geboren wurden!

Werden die Rassehundzüchter wegen den nach D eingebrachten Hunden gezwungen, ihre ohnehin kontrollierte Zucht durch diese Einfuhren einschränken?

Ich bewerte als Tierfreund alle Tiere mit grossem Herzen aber manches trotzdem mit einem Fragezeichen und überlasse Euch das Nachdenken…