Die Hochzeitsreise

Mit Kiki rund 2000 km für ein Happy End 🐾🌍

Unsere kleine Europareise ist zu Ende gegangen – und was für eine Reise es war. Rund 2000 Kilometer durch mehrere Länder liegen hinter uns. Auf diesem Weg durften wir wunderbare Menschen treffen und tolle Hovawarte kennenlernen.

Die Route führte über die Schweiz weiter gen Süden. Kiki und ihr Lover waren voneinander begeistert und unser Traumpaar tobte durch den Garten. Auf Rat des Tierarztes zuhause, kontrollierten wir tags darauf den Anstieg ihres Progesterons. Die Ovulationsphase war erreicht und Kiki zeigte sich durchgehend paarungsbereit. Samstagvormittag entschieden wir einen erneuten Test mit beider Untersuchungen durchzuführen. Wie erwartet war Kiki’s Wert weiter angestiegen, sie war im Östrus. Nach Absprache der gesamten Ergebnisse mit der Ärztin und dem „Team Traumhund“, beschlossen wir, unsere Reise fortzusetzen…

Nachts in Prag – ein Empfang bei 0 Grad 🌙

Noch in der Nacht erreichten wir Prague. Trotz der späten Uhrzeit und 0 Grad Außentemperatur, wurden wir für die Hochzeitsanbahnungen herzlich empfangen. Der schwarze Rüde Elendil od Hlubokehu parku war über die nächtliche Überraschung sichtlich begeistert und hüpfte und flitzte mit unserer Kiki übermütig durch seinen Garten, als hätten die beiden aufeinander gewartet. Während wir uns auf der Terrasse mit „Heiße-Liebe-Tee“ von innen wärmten, entwickelte sich ‚abseits‘ und unbemerkt eine heisse Romanze…

Eine Mondlicht-Hochzeit unterhalb der Kirche

An einer besonders romantischen, uneinsichtigen Stelle, quasi schwarz in schwarz, unterhalb der heiligen St.-Katerina-Kirche, paarten sich Kiki und Elendil – ein perfekter Moment und der glückliche Abschluss unserer internationalen Tour.
Bilder waren um Mitternacht leider nicht möglich. Trauzeugen waren genug vorort: Jiřina* unterstützte Elendil und Katerina, welche uns liebevoll versorgte, ich suchte und fand das frischgebackene Paar in der Nacht wieder und Thomas liess sich beim internationalen Hovi-TV nicht aus der Ruhe bringen 🙂
*Besitzerin von Elendil`s Vater > Hogar z Julinčina údolí

Fazit: Anstrengend, spannend und ein happy end

Alles in allem war es eine spannende, anstrengende, aber rückblickend fantastische Reise: alle Beteiligten –Menschen wie Hunde– haben alles gegeben, was sie nur konnten. Was wir mitnehmen, ist eine tolle menschliche Erfahrung, sind Wiedersehen, neue Begegnungen und schöne Erinnerungen.

Die Episode „Februar“

So ein schöner Anlass

Zur Läufigkeit von Kiki im Februar planten wir den Besuch eines Rüden. Ihres Rüden!
Pünktlich holte uns der Winter ein, Tag 8, also sonntags, hatten wir starken Schneefall im Maintal. Aber ja, es war schliesslich Winter – nur muss es jetzt zur längeren Anfahrt schneien?
Natürlich hielten wir uns in der weissen Pracht auf und tobten im Schnee. Zuhause zeigte uns die Hündin, wie sie prima die Rute beiseite nehmen kann. Auweia…das scheint nicht mehr lange zu dauern.

Startschuss

Nachdem wir im Januar zur Voruntersuchung und auf Anraten unserer Zuchtwarte auch noch einen Lokus D-Test durchführten (negativ), war der erste Tierarzt-Termin am
Tag 9 Ihrer Hitze geplant. Ihr Progesteron-Wert lag montags bei „Abfahrt„, puh, also mehr als sehr passend laut unserem behandelnden Tierarzt. Kiki`s Verhalten hatte schon dafür gesprochen, doch jetzt bekamen wir die Bestätigung und es ging doch ein bisschen fix für alle Beteiligten.

Der frühe Vogel…

So früh waren wir noch niemals beim Rüden – doch wenn der Tierarzt dazu rät? Auch Kiki`s hündische Verwandtschaft väterlicherseits hatte frühe Standhitzen, wurde uns auf Nachfrage gesagt. Nun gut – mit ihr hatte ich ja keine Erfahrungswerte.
Das Paar zeigte ein sehr gutes Paarungsverhalten. Kiki war jung und bereit, unser Rüde etwas reifer aber blieb dauerhaft „am Ball“ und das bis zu einem kraftraubenden Mittwoch Abend. Da beschlossen wir den Verliebten eine Donnerstags-Pause zur Erholung.

…kann mich mal

Freitag Vormittag plante ich den Besuch bei einer Tierklinik in Würzburg. Auf der Fahrt zum Auserwählten lag diese nämlich auf der Strecke: Komplettcheck -Ausfluss, -Organ, -Progesteron stand auf meiner to do Liste. Der Chef schickte mich nach dem Ergebnis sofort zur „Abfahrt„.
So waren wir wieder on Tour. 3,5 Stunden einfach hin – nachts um 2.30 Uhr waren wir dann zuhause: auch diesmal leider unverrichteter Dinge. Das Verhalten unserer verliebten Hauptdarsteller erschien nach wie vor super aber an solch` weite Strecke war für uns nicht mehr zu denken und die Alternative in der Nähe…durfte es für uns nicht sein.

Kiki stand noch einige Tage, was ich mit weinenden Augen sehen konnte. Kein befriedigendes Prozedere nach so viel Aufwand im sensiblen Corona-Lockdown. Wir trösten uns mit einer sehr schönen Begegnung lieber Menschen, die genauso viel Herzblut spüren und auf der gleichen Wellenlänge ticken.

Nachsorge ist Vorsorge

Einige Tage später terminierte ich ein Gespräch mit dem Tierarzt. Ich wollte die gesamte Zeremonie, die uns sehr viel Zeit, Kraft und Nerven kostete, nochmals hinterfragen und aufarbeiten.
Nach unserer ausführlichen Analyse aller Zahlen und Fakten, bestätigte der Veterinär, alle gewesenen Schritte als richtig. Wäre er an unserer Stelle gewesen, hätte er genauso gehandelt. Und er würde es uns genauso immer wieder raten  zu tun.

Wir hatten uns tatsächlich sehr auf den Frühjahrswurf gefreut…und es dauerte, bis ich (nach allen auch weniger schönen Erfahrungen), wieder auf die Füsse zu kommen um jetzt erst darüber zu schreiben.
Wenn unsere gemachten Erfahrungen aderen helfen – dann wäre damit schon geholfen!