Philosophie

Hovawartzucht vom Wildweibchenstein

Seit 1999 besteht die Webpräsenz der www.Hovawartzucht.de, eine der ersten Homepages innerhalb unseres Vereins, dem RZV für Hovawarthunde e.V.
2016 wurde die Seite umgestaltet.

Spielfreudige, wesensfeste sowie dem Rassestandard nahe Hovawarte zu züchten, ist für mich eine Herzensangelegenheit.

Durch zahlreiche Erfolge im Hundesport kam ich mit meiner ersten Hovawarthündin zur Zucht. Seit der Familienphase bestehen weniger Möglichkeiten des intensiven Trainings. Ich habe mich schwerpunktmässig mehr der Zucht zugewandt: unser Terrain zuhause auf dem Land bietet beste Voraussetzungen.
Auch wenn wir höchstens 1 Wurf im Jahr aufziehen, ist dies eine verantwortungsvolle Aufgabe – keinesfalls mehr ein Hobby. Kenntnisse über die Rasse, Besuch von Schulungen, Ausstellungen und der Bereitschaft, sich auch in verhaltensbiologischen Bereich auf dem Laufenden zu halten, sind persönliche Anforderungen. Inzwischen ist daraus Herzblut geworden.

Mir geht das Herz auf, ich vergesse die Welt um mich herum, wenn ich diese kleinen Geschöpfe beobachte, höre, rieche und spüre.

Das Ergebnis sorgfältiger Planung mit unseren Zuchtwarten, das Warten und dann die Geburt. Immer wieder ein wunderbares Erlebnis!

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Hier im Bild der F-Wurf unserer Alissa: 5 Welpen waren sehr angenehm und übersichtlich sowie pflegeleicht für ihre Mutter (und uns :-).

Die Kinderstube

Das zuhause unserer Welpen wird zunächst unser Gästezimmer sein. Der Raum für sehr gern gesehene Gäste eben.
Spätestens im Alter von etwa 4 Wochen wird es dort aber zu lustig und deshalb darf die Mannschaft dann in ihr eigenes Terrain, ihr Raum mit Auslauf ziehen und auf diversen Untergründen all dies mehr und mehr erobern.
Zeit, Raum, Platz, Geräusche und viel Zuwendung bekommen sie von uns und den zahlreicher werdenden Besuchern durch klein und gross. In den letzten Jahren entstand im Welpen-Auslauf eine feste Überdachung. 2018 wurde die Tür vom Welpenraum mit einer qualitativ hochwertige Hundeklappe versehen.
Wir bereiten die Welpen im fortgeschrittenen Alter mit Ausflügen und Fahrten im Auto und Bademöglichkeiten auf ihr zukünftiges Leben vor. Auch besucht uns regelmäßit der heimische Kindergarten 🙂

Ein Welpe: ein täglicher Begleiter – ein Familienmitglied – ein Sportsfreund!DSC_1065DSC_1066????????????????????????????????????
Unsere Welpen verlassen das Haus ab einem Alter von mindestens 8 Wochen.

Welcher Welpe zieht wohin?
In Abstimmung der Vorstellung mit den „Zukünftigen“ mache ich mir die Welpenzeit über ein Bild der heranwachsenden Schar. Meine Nähe, die Beschäftigung und Beobachtung der einzelnen Welpen, offenbaren Wesenszüge – zumindest in seinem Rudel. Umso älter der Welpe wird, desto deutlicher zeigen diese sich. Eine favourisierte Farbe ist deshalb nicht alleine zielführend.
Daher versuche ich so spät als möglich die Welpen den Familien zuzuordnen. (Ausnahmen bestimmen auch hier die Regel).

Umso grösser ein Wurf, desto mehr gleicht diese Zeit echtem Management.
Das Heranwachsen der Welpen, die Liebe, die Fürsorge und die Zuwendung für Mutter und die Hundekinder, gibt mir dabei am allermeisten!

Doch das ist die Zucht nicht alleine: Rede und Antwort bei internationalen Anfragen stehen, Kontakte und Homepage pflegen, Tierarztbetreuung, Besuch der Zuchtwarte planen, Besucher empfangen und zuletzt die Abgabe der kleinen Geschöpfe.

Der letzte Welpe
Hin- und wieder erreichen mich Fragen, weshalb dieser der sog. „Letzte“ sei. Einen letzten Welpen gibt es bei uns nicht.
Ich betrachte jeden Welpen als Individuum und deshalb wird er früher oder später zu genau seinen Menschen finden.

Im Handgepäck
Im Gepäck eines jeden Welpen befindet sich die personalisierte Ahnentafel des VDH/RZV, der Heimtierausweis mit Impf- sowie Entwurmungsinformationen und darüber hinaus viele gut gemeinte Ratschläge in Theorie und auch niedergeschrieben.
Die Welpen sind bis dahin 3x von ausgebildeten Zuchtwarten unseres Vereins begutachtet worden.
Der Wurf besucht im Alter von etwa 7,5 Wochen unseren betreuenden Tierarzt.
Eine gute Übung zum Autofahren und des ersten Praxisbesuchs. Jedoch auch eine logistische Herausforderung – für alle. Manchmal ist es daher einfacher, schneller und unkomplizierter, den Arzt zu uns kommen zu lassen.
Jeder einzelne Welpe bekommt eine allgemeine Untersuchung und wird danach geimpft und gechippt.
Kurz vor der Abgabe ins neue zuhause folgt der dritte Besuch unserer Zuchtwarte und ein Welpenwesenstest wird durchgeführt. Diese Beurteilung gehört zum jeweiligen Hund und zeigt eine Momentaufnahme in diversen, ihm unbekannten Situationen.
Die Aufzählung klingt vielleicht pragmatisch und ist längst nicht allumfassend.
Denn allem voraus geht nichts über die Prägung in Haus, Hof und Familie.

Was kommt dann?
Meist im Folgejahr planen wir ein Welpentreffen in lockerer Atmosphäre mit den Welpen und Ihren Familien. Sehr gerne sind hierzu auch die Älteren eingeladen zu kommen.
Ausserdem sind wir bestrebt mit möglichst vielen Hunden eines Wurfes eine Nachzuchtbeurteilung zu besuchen.
Ab dem Alter von 12 Monaten steht das Röntgen auf Hüftgelenkdysplasie (HD) an. Näheres über die Inhalte der Nachzuchtbeurteilung sowie übers Röntgen in Absprache mit mir. Auf der Vereinswebsite (www.hovawart.org) findet man nähere Informationen.

Wir wollen ein Hundeleben lang Ansprechpartner sein. Sicher können wir nicht jede Frage beantworten. Wir probieren es aber!

Geschichtliches
Durch meine erste Hovawart-Hündin Branca bin ich durch einen schönen Zufall 1995 beim Hovawart-Guru Paul Heck gelandet. Sein Sachverstand und seine Weisheit legten den Grundstein für meine inzwischen jahrzehntelange Hundesporterfahrung mit Branca, ihrem Sohn Attila, später Alissa (alle unvergessen), Codak und unserer aktuellen Zuchthündin Gatia.
Mit der Stammhündin Branca gelangte ich zum Hundesport und erreichte hundesportlich viele und hohe Leistungsprüfungen innerhalb kurzer Zeit.
Ebenso mit ihrem Sohn Attila aus eigener Zucht, arbeitete ich auf hohem Niveau. Wiederum mit unserem Codak, als der leichtführigste von allen und wie ich behaupte, ein Hovawart, der am schnellsten die gesteckten Ziele trotz Beeinträchtigung von Läufigkeiten zuhause umsetzte. In seinem aufgeweckten Wesen, in seiner maskulinen, exzellenten Ausstrahlung ‚funktioniert‘ er bei geforderter Arbeit wie ein Magnet – eine Freude, mit diesem Strahlemann zu arbeiten! Nachdem er die VPG1 (mit hochläufiger Hündin zuhause) absolvierte, musste ich aus zeitlichen und privaten Gründen den aktiven Hundesport einschränken.
Das tut der gewollt sportlichen Veranlagung aller in unserer Familie gezüchteten Nachkommen natürlich keinen Abbruch.
Auserwählten Zuchtpartner sollte man deshalb nicht nur nach ihren absolvierten (oder auch nicht) Leistungsprüfungen  einschätzen. Natürlich kann dies ein Indiz für ihre Veranlagung, welche in ihnen steckt, dienen. Muss aber nicht sofern Hund und Halter nicht die Möglichkeiten zum regelmässigen Training haben.
Für eine entsprechende Beurteilung haben wir über 20jährige Zuchterfahrung im Rassezuchtverein für Hovawarthunde e.V.
Unsere know-how rund um die Rasse Hovawart erreicht inzwischen
22 Jahre.

Unser A-Wurf fiel vom 19. auf den 20. November 1997. Heute schon über 20 Jahre Hovawartzucht vom Wildweibchenstein

Hier im Bild der J-Wurf unserer Gatia: 8 Welpen in allen Hovawartfarben.
Diese haben im In- und Ausland zu sehr guten Familien gefunden.
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